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Als Lenny Kravitz sein Debütalbum herausbrachte, war er in entsprechenden Kreisen als der gepiercte, tätowierte Liebhaber von Lisa Bonet bekannt, der Schauspielerin, die damals ihren Ruhm als Star der Cosby Show genoss. Kravitz erwies sich aber als ein Star aus eigener Kraft und als talentierter Musiker, der schrieb, produzierte und fast alle Instrumente bei Let Love Rule selbst spielte. Er scheint genau zu wissen, was er mit diesem Album ausdrücken wollte; schade, dass all dies bereits vorher ausgedrückt wurde, von Leuten wie Prince, John Lennon und Sly Stone. Begabung und Können sind hier unbestritten vorhanden, aber echte Inspiration ist dann doch etwas anderes. Der Duft von Räucherstäbchen umschwebt Songs wie "I Build This Garden for Us", "Flower Child" und den Titel-Track und erstickt einen fast, während die Möchtegern-Protesthymne "Mr. Cab Driver" nicht so ganz ausgegoren ist. Alles in allem ist der Love-Generation-Groove von Kravitz die Antwort der Rockmusik auf Austin Powers. --Daniel Durchholz |