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Der Sänger und Gitarrist Kevin Moore, bekannt unter der Slang-Abkürzung seines Namens Keb' Mo', hat bereits seinen kommerziellen Erfolg erreicht. Er hat Radio-Hits aufgenommen wie "I Was Wrong", er war gemeinsam mit Bonnie Raitt auf Tour, er gewann Grammys für seine beiden letzten Alben. Dieses Mal hat Moore jedoch seine Blues-Pop-Ambitionen mit einem gefühlvollen Mix von Klängen und songcraft ergänzt. The Door umgibt Moores tiefes Gitarrenspiel, die bedächtige Untermalung des Schlagzeugers Jim Keltner und Reggie McBride am Bass mit zurückhaltend angelegten Arrangements. Sie erfassen den Geist dieser Musik, die aus einfachen Country-Wurzeln erwachsen ist, aber es gelingen ihnen kluge Schachzüge wie zum Beispiel eine Adaptation von "It Hurts Me Too" von Elmore James mit einem HipHop Groove, der nur so fetzt. Moore hat kluge, gefühlvoll bewegende Texte geschrieben. Er entwickelt Themen wie Klassenbewusstsein (die unglückliche Liebesode "Anyway") und Anspruchslosigkeit ("Change") und macht daraus ergreifende Balladen, die von der Mississippi-Klage in seiner Stimme ihren speziellen Charakter erhalten. Hinzukommen noch Passagen mit elektrischen Jazz-Gitarren und einige heftige Rock-Klänge, und all dies wird dann zu seiner anspruchsvollsten und ausgewogensten CD. Aber hätte er diese Platte nicht The Do' nennen sollen? --Ted Drozdowski |